Gloria GIANTS News
Chaos Spiel
Giganten verlieren merkwürdiges Match bei den Braves
Die Saar-Pfalz Braves haben sich für unsere Giganten als der erwartet schwere Brocken erwiesen. Angepeitscht von 900 lauten Fans liefen die Homburger im Sportzentrum zur Hochform auf und besiegten die Gloria GIANTS mit 91:85. Allerdings wurde der Sieg der Braves durch einige Pannen der Commissioner begünstigt, die offenbar einiges durcheinander brachten. Die Spieler der Braves hatten unser Team in Interviews als den FC Bayern dieser ProA-Saison bezeichnet. Entsprechend motiviert gingen die Homburger in die Partie. Unsere Giganten gerieten schnell mit 2:7 ins Hintertreffen – auch, weil unsere Jungs bei den Rebounds zunächst einen schweren Stand hatten. Auch bei den Dreiern hatten die Braves im ersten Viertel mehr Glück. Stark begann Shooting Guard Kosta Karamatskos, der in den ersten sechs Minuten gleich acht Punkte für die Braves machte. Unsere Jungs bewiesen viel Moral und drehten die Partie durch Aubrey Reese pünktlich zum Ende des ersten Viertels in eine 21:20-Führung. Dann allerdings bekamen die Braves wieder Oberwasser. Zum psychologisch ungünstigen Zeitpunkt, nämlich kurz vor der Pause gerieten unsere Korbjäger mit neun Punkten in Rückstand. Die Gastgeber verwandelten ihre Freiwürfe vor dem Gang in die Kabine ganz cool. Bitter für unser Team, dass mit Sascha Kesselring der bis dahin stärkste Rebounder mit fünf Fouls schon früh raus musste. Nach dem Wechsel wuchs die Führung der Saarländer auf elf Zähler an. Die Gastgeber waren nur schwer zu kontrollieren – immerhin fünf ihrer Spieler punkteten zweistellig. Murat Didin zog die Konsequenzen und wechselte nun munter durch. Für die erneute Aufholjagd waren dann Philipp Friedel verantwortlich, der einen Dreier einnetzte und Center Dennis Mims, der nacheinander einen Korbleger und einen Freiwurf durch die Reuse jagte. Die Giganten waren so wieder auf drei Punkte dran. Dreh – und Angelpunkt im Düsseldorfer Spiel war allerdings einmal mehr Aubrey Reese. Der ehemalige Skyliner war von den Braves meist nur durch Fouls zu bremsen.
Bei seinen Freiwürfen behielt unser Point Guard die Nerven, traf 16 von 19 Versuchen. Durch Fouls und vergebene Nahdistanzwürfe kamen unsere Giganten dann wieder deutlicher ins Hintertreffen. Am Ende hatten Giganten noch die Chance, das Spiel zu drehen, obwohl Marin Petric und Philipp Friedel nach ihrem fünften Foul vom Parkett mussten. Als Aubrey Reese zwölf Sekunden vor der Schlusssirene zum 84:87 einnetzte, war alles möglich, aber die Saarländer machten keinen Fehler mehr. Die Pannen am Anschreibetisch werfen allerdings einen großen Schatten auf den Sieg der Braves.
Murat Didin:
Es war eine außergewöhnliche Nacht für mich. Zunächst müssen wir natürlich die Leistung der Saar-Pfalz Braves anerkennen. Ich gratuliere Nenad Josipovic und seiner Mannschaft zum Sieg. Ich denke, wir sind alle sehr an einer positiven Zukunft des deutschen Basketballs interessiert. Daher ist es richtig, auch die negativen Dinge anzusprechen. Leider sind am Tisch zu viele Fehler passiert. Es sind Punkte, Rebounds und auch Fouls unserem Spieler Marc Liyanage zugeschrieben worden, der gar nicht in Homburg war! Dmitriy Cheremnykh von den Braves hatte dagegen sein fünftes Foul bekommen. aber wegen der defekten Anzeigetafel war das nicht zu erkennen. Wir haben das auf unserer Bank aber notiert, aber leider gab es keinen Commissioner am Tisch. Wir versuchen nicht, irgendwelche Entschuldigungen für unsere Niederlage zu suchen, aber die Bedingungen an diesem Abend waren mehr als ungewöhnlich. Ich hätte mir gerne auf DVD die ganzen Entscheidungen noch einmal angesehen, aber wir konnten nach dem Spiel leider keine bekommen. Die professionellen Bedingungen, die wir unseren Gegnern zu Hause bieten, treffen wir leider auswärts nicht immer an. Es tut mir wirklich sehr leid, dass ich über so etwas reden muss, aber so etwas muss einfach angesprochen werden.
Gloria GIANTS: Reese (34/3 Rebounds), Brauer (3), Paris (3), Friedel (10), Petric (5/3), Evans (2/2), Kesselring (4/4), Massing, Eco, Keerles (7/4), Mims (7/2), Flomo (10/3).





